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Artgerechte Chinchillaernährung

Allgemeines
Chinchillas leben in den Anden in einer sehr trockenen und vegetationsarmen Gegend. Sie ernähren sich dort von trockenen Gräsern, Kräutern, Zweigen, Blättern und Kakteen. An Früchte oder Wurzeln kommen sie so gut wie gar nicht. Da sich der Verdauungstrakt der Chinchillas in ihrer Heimat an diese karge Pflanzenahrung angepasst hat, ist die meist gehaltvollere Kost in Gefangenschaft nicht geeignet, um einen Chinchilla gesund zu erhalten. Der Chinchilla muss mit sehr karger d.h. faserreicher, aber vitamin-, fett- und mineralienarmer Kost gehalten werden. Chinchillas sind allerdings echte Feinschmecker

Folgendes gehört zu einer guten Chinchilla Ernährung:

Heu
Heu sollte immer im Chinkäfig vorhanden sein. Es muss leicht gelblich sein, es sollte eher von grober Beschaffenheit sein und es muss frisch riechen. Staubt das Heu oder ist es schon muffig darf es nicht verfüttert werden! Schimmeliges oder feuchtes Heu kann schwere Krankheiten hervorrufen. Das Heu muss sehr gut gelagert werden, am besten in Kopfkissenbezügen. Prüfen Sie das Heu gut vor dem Verfüttern.

Trockenfutter
Ein gutes, hartes Einpelletfutter ist ein wichtiger Bestandteil des Chinchillaspeiseplans. Lassen Sie sich von Ihrem Züchter beraten welches Futter er bisher gefüttert hat und geben sie es auch weiterhin. Sollten Sie dennoch einmal umstellen, empfiehlt es sich das langsam über einen längeren Zeitraum zu tun. Pro Tag benötigt ein ausgewachsener Chinchilla, welches keine Zuchtleistung erbringt etwa 33g Pellets, Pelletfutter sollte nicht länger als ca. 6 Monate nach Herstellung gelagert und verfüttert werden.

Kräuter/Blüten/Blätter
Sie dürfen Ihren Chinchillas täglich als Leckerchen Kräuter, Blätter und Blüten in getrockneter Form anbieten. Entweder von Hand oder auch gemischt mit den Pellets, bis zu einem gestrichenen Teelöffel am Tag von einer Mischung, oder zur langsamen Gewöhnung eher einzelne Kräuter, Blätter oder Blüten.

Zweige
Damit die Chins ihre Zähne gut abnutzen können, sollten ihnen immer gut durchgetrocknete Zweige zur Verfügung stehen. Vor dem Trocknen sollten Sie die Zweige gut abschrubben und Blätter entfernen. Nehmen Sie nur Zweige aus dem eigenen Garten, Zweige beim Obstbauern könnten gespritzt sein. Die gängigsten Zweige sind in der Regel, Apfel und Birnbaumäste sowie Haselnusszweige. Diese Sorten haben sich schon lange Zeit bewährt und es ist nicht vernünftig mit den Tieren Experimente durchzuführen die sich in weiterer Folge schädlich erweisen.

Wasser
Natürlich müssen Chins immer frisches Wasser im Käfig haben. Achten Sie auf eine weiche Wasserqualität, das Wasser muss täglich erneuert werden.

Leckerlies
Chinchillas schmeckt leider fast alles, nur vertragen sie fast nichts. Sie sind aber Meister im Betteln, das führt dazu, dass wir Menschen ihnen gerne was Gutes tun wollen und ihnen Leckerchen geben möchten. Diese führen aber nur zu schweren Verdauungsstörungen, weshalb man Leckerchen nur sehr selten geben sollte. Gegeben werden kann höchstens ein kleines Stück pro Tag: etwas Apfel oder eine Hagebutte (getrocknet) evtl. mal 1- 2 getrocknete Blätter an den Ästen lassen. Auch Johannisbrot und getrocknetes Gemüse darf sehr selten als Leckerchen gegeben werden. Auf frisches Obst und Gemüse müssen Chinchillas verzichten!

Ungeeignet
Nüsse, Kerne, Nagestangen, Drops und alle anderen Leckereien, welche Sie im Zoofachgeschäft angeboten bekommen eigenen sich nicht für Chinchillas, so sehr uns die bunte Verpackung auch reizt, es ist nicht gesund für die Tiere. Auch hartes Brot ist nicht für Chins geeignet, es enthält Hefen und Salze die unbekömmlich sind, der hohe Stärkeanteil ist schwer zu verdauen, es dient nicht dem Zahnabrieb. Das Salzstangen und andere Menschenleckereien nicht in den Chinchillamagen gehören, versteht sich von selbst.
Ein gelegentliches Nagen am Kalkstein schadet nicht und als besser geeignet haben sich Y-Tong oder Gasbeton Steine erwiesen. Diese sind günstig in allen Baumärkten erhältlich, Bruchstück bekommen Sie dort oft auch kostenlos.

Vitamine
Eine zusätzliche Vitaminbeigabe ist bei einem artgerecht ernährten und gesunden Chinchilla überflüssig. Eine Überdosierung kann zu Krankheiten führen, es gibt kaum Präparate, die speziell auf Chinchillas zugeschnitten sind. Werden Tropfen über das Wasser verabreicht ist keine korrekte Dosierung möglich (das eine Tier trinkt zu viel, das andere Tier zu wenig). Außerdem verlieren die Vitamine bei Lichteinfall und Wärme sehr schnell (oft innerhalb weniger Stunden) ihre eigentliche Wirksamkeit. Im Sommer kann das Wasser mit Vitaminpräparaten sehr schnell verderben und das Tier wird krank.

Wichtig
Beim Futter ist weniger oft mehr. Wechseln Sie das Trockenfutter nur selten gegen ein anderes und dann nur sehr langsam. Mischen Sie bei einem Wechsel das neue Futter in langsam steigender Konzentration in das alte Futter. Chinchillas sind allerdings echte Feinschmecker - sind sie einmal an ein Futter gewöhnt, das ihnen gut schmeckt, dann sind sie nur schwer von einem anderen Futter zu überzeugen.
Chinchillapellets müssen sehr hart sein, weiches und brüchiges Futter kann bereits verdorben sein. Chinchillafutter ist nicht unbegrenzt haltbar, sondern bereits nach maximal 6 Monaten aufgrund des hohen Vitamingehaltes abgelaufen. Es sollte dann auch nicht mehr verfüttert werden.